Bun­des­ge­richts­hof erklärt wei­te­re Bank­ge­büh­ren für unwirk­sam

In Zei­ten nied­ri­ger Zin­sen kennt die Krea­ti­vi­tät der Ban­ken bei der Erhe­bung von Gebüh­ren kei­ne Gren­zen. Doch auch nied­ri­ge Zin­sen recht­fer­ti­gen kei­ne unan­ge­mes­se­ne Benach­tei­li­gung von Ver­brau­chern, wie der Bun­des­ge­richts­hof mit sei­nem Urteil vom 12. Sep­tem­ber 2017 gegen die Spar­kas­se Frei­burg deut­lich macht (Az. XI ZR 590/​15).

Meh­re­re von der Spar­kas­se Frei­burg erho­be­ne Gebüh­ren, u. a. für die Ableh­nung einer Last­schrift per Post oder die Anpassung/​Löschung eines Dau­er­auf­trags wur­den durch das Gericht für unzu­läs­sig erklärt. So ist die Löschung eines Dau­er­auf­trags nach der Auf­fas­sung des vor­sit­zen­den Rich­ters, Jür­gen Ellen­ber­ger, als Wider­ruf zu betrach­ten. Das Wider­rufs­recht ist gesetz­lich fest­ge­schrie­ben und stellt damit kei­ne Son­der­leis­tung des Kre­dit­in­sti­tuts dar. Folg­lich dür­fen auch kei­ne Gebüh­ren erho­ben wer­den. „Die von der Spar­kas­se gefor­der­ten Prei­se müss­ten sich an den tat­säch­li­chen Kos­ten der Bank ori­en­tie­ren“, erklärt Ellen­ber­ger. Dabei dür­fen all­ge­mei­ne Betriebs­kos­ten jedoch nicht den Kun­den zuge­scho­ben wer­den.

Wir sind sicher, dass dies nicht die letz­ten Gebüh­ren sind, die der Bun­des­ge­richts­hof für unwirk­sam erklärt und infor­mie­ren Sie, sobald es wei­te­re Neu­ig­kei­ten zu die­sem The­ma gibt.