DARLEHEN MIT ZINSSWAPVERTRAG

MERKMALE

Der Zins­swap­ver­trag dient in Kom­bi­na­ti­on mit einem varia­bel ver­zins­li­chen Dar­le­hen zur lang­fris­ti­gen Zins­be­gren­zung, also im End­ef­fekt als Ersatz der ansons­ten in Dar­le­hens­ver­trä­gen ver­ein­bar­ten Zins­fest­schrei­bungs­ver­ein­ba­rung. Damit simu­liert der Zins­swap­ver­trag ein Fest­zins­dar­le­hen.

Inhalt des Swap­ver­tra­ges ist der Aus­tausch von Zins­zah­lun­gen zwi­schen Darlehensgeber/​Swapvertragspartner und Dar­le­hens­neh­mer, wobei der Darlehensgeber/​Swapvertragspartner in der Regel an den Dar­le­hens­neh­mer einen varia­blen Zins und der Dar­le­hens­neh­mer an den Darlehensgeber/​Swapvertragspartner einen Fest­zins zahlt. Im Ide­al­fal­le heben sich die Zin­sen des varia­blen Dar­le­hens­ver­tra­ges und die varia­blen Zin­sen des Swap­ver­tra­ges auf, so dass der Dar­le­hens­neh­mer im End­ef­fekt mit dem Fest­zins aus dem Swap­ver­trag belas­tet ist.

ANGRIFFSPUNKTE

Die Nach­tei­le des Dar­le­hens­neh­mers aus dem Abschluss der Kom­bi­na­ti­on von Dar­le­hens- und Swap­ver­trag kön­nen u. a. ent­ste­hen, wenn fol­gen­de Män­gel vor­lie­gen:

  • Bera­tungs­ver­schul­den
    • Ver­schwei­gen des nega­ti­ven Markt­wer­tes bei Ver­trags­ab­schluss
    • Feh­len­de Auf­klä­rung über die Fol­gen vor­zei­ti­ger Ver­trags­be­en­di­gung
    • Feh­len­de Auf­klä­rung über die unter­schied­li­chen Kün­di­gungs­mo­da­li­tä­ten von Dar­le­hens- und Swap­ver­trag
    • Ver­nied­li­chung der mit dem Swap­ver­trag ein­her­ge­hen­den Ver­lust­ri­si­ken
    • Fak­ti­sche Umge­hung des gesetz­li­chen Kün­di­gungs­rechts des syn­the­ti­schen Dar­le­hens­ver­tra­ges

VORTEILE

Wei­sen die Ver­trä­ge Män­gel auf, so kön­nen für den Dar­le­hens­neh­mer dar­aus fol­gen­de Vor­tei­le resul­tie­ren:

  • Rück­erstat­tung der zu Las­ten des Dar­le­hens­neh­mers abge­rech­ne­ten Unter­de­ckung aus dem Swap­ver­trag (Fest­zins des Dar­le­hens­neh­mers — varia­bler Zins der Bank = Unter­de­ckung Dar­le­hens­neh­mer)
  • Ent­gelt­freie Auf­lö­sung des Swap­ver­tra­ges und damit Frei­stel­lung des Dar­le­hens­neh­mers von einem evtl. aus dem Swap­ver­trag resul­tie­ren­den „nega­ti­ven Markt­wert“
  • Rück­zah­lung ggf. gezahl­ter Bear­bei­tungs­ge­büh­ren nebst Zins­nut­zen